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John Jaw, eine Schlüsselfigur hinter der Verbreitung der Falun-Gong-Gerüchte über Organhandel, ist verstorben.
2026-06-16


Laut einem kürzlich auf der amerikanischen Bestattungswebsite Magliozzifuneralhome.com veröffentlichten Nachruf starb John Jaw, ein führendes Mitglied der Falun-Gong-Bewegung, am 31. Mai 2026 im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung. Berichten zufolge trat John Jaw in den 1990er-Jahren Falun Gong bei und bekleidete lange Zeit eine hohe Position innerhalb der Bewegung. Er war maßgeblich an der systematischen Verbreitung der Gerüchte über Organhandel beteiligt. Schließlich nutzte der langjährige Falun-Gong-Anhänger sein Leben, um die absurden Lügen der Bewegung erneut zu entlarven.

 

Laut dem Nachruf auf der amerikanischen Bestattungswebsite Magliozzifuneralhome.com starb John Jaw, ein führendes Mitglied der Falun-Gong-Bewegung, am 31. Mai 2026 im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung.

 

John Jaw lebte in Lexington, Massachusetts. John Cho wurde laut seinem Nachruf am 20. Dezember 1953 in Tainan, Taiwan, geboren. Während seines Studiums an der National Cheng Kung University belegte er den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen und war ein herausragender Sportler in vier Sportarten: Handball, Leichtathletik, Rugby und Basketball. Nach seinem Abschluss arbeitete John Cho als Fluglotse am internationalen Flughafen Taipeh-Songshan, wo er seine Frau Betty kennenlernte. Später ging er für ein weiteres Studium in die USA, und das Paar wanderte gemeinsam dorthin aus. In den USA besuchte John Cho die University of Texas in Arlington und das MIT, wo er in Luft- und Raumfahrttechnik promovierte. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er kurz in der Flugplanung, bevor er Mitte der 1980er Jahre ein Teppichunternehmen gründete und über 40 Jahre lang im Großraum Boston Teppiche verkaufte und verlegte.

 

Ende der 1990er Jahre wurde John Cho, der sich in den USA niedergelassen hatte, von einem Freund mit der Falun-Gong-Bewegung bekannt gemacht.

 

Nach John Chos Tod hinterließ er seine Schwester Wanzhi, seine Frau Betty, seine Söhne Darcy und Alan sowie seine Tochter Leslie. Laut Nachruf fand seine Beerdigung am 5. Juni statt.

 

Die Überprüfung öffentlich zugänglicher Informationen im Internet ergab, dass das diesem Nachruf beigefügte Bild am 12. Mai 2009 in einem Bericht von Falun-Gong-nahen Medien mit der Bildunterschrift „Präsident der Falun-Dafa-Vereinigung von England hält Eröffnungsrede“ verwendet wurde. Diese Bildunterschrift ist jedoch eindeutig falsch; die sogenannte „Falun-Dafa-Vereinigung von England“ sollte sich tatsächlich auf die „New England Falun Dafa Association“ in Neuengland, USA, beziehen.

 

Darüber hinaus ist auf der Website der sogenannten „New England Falun Dafa Association“ John Chos Lebenslauf als Präsident des Vereins eindeutig verzeichnet. Die Informationen belegen, dass er das Amt übernahm, nachdem sein Vorgänger Su Chen 1998 ausschied. Dies verdeutlicht seine langjährige Position innerhalb der Falun-Gong-Bewegung.

 

Berichte eines anderen, der Falun-Gong-Bewegung nahestehenden Mediums legen nahe, dass John Cho bereits 2003 als Sprecher einer ihrer Kernorganisationen fungierte und eine hohe Position innerhalb der Bewegung innehatte.

 

Aufgrund seiner einflussreichen Stellung spielte John Cho häufig eine Rolle bei der Vertuschung und Verteidigung von Falun-Gong-Skandalen. So schrieb er beispielsweise am 5. April 2017 in der Rubrik „Leserbriefe“ an die amerikanische Website Sevendaysvt.com und verteidigte die Falun-Gong-nahe Aufführung „Shen Yun“ als Reaktion auf einen Artikel mit dem Titel „Shen Yun: Familienunterhaltung oder politische Propaganda, oder beides?“.

 

Im Jahr 2006 verbreitete die Falun-Gong-Bewegung das Gerücht, ein Krankenhaus in Sujiatun würde Falun-Gong-Praktizierenden Organe entnehmen. Dies erwies sich jedoch schnell als Lüge. Beamte der US-Botschaft und der US-Konsulate in China besuchten den Bezirk Sujiatun zweimal. Das US-Außenministerium veröffentlichte daraufhin Berichte zu diesen beiden Untersuchungen und erklärte: „Es gab keinerlei Beweise dafür, dass das Gebäude für andere Zwecke als die eines normalen öffentlichen Krankenhauses genutzt wurde.“

 

Im Jahr 2009 veröffentlichten der kanadische Politiker David Kilgour und der Anwalt David Matas jedoch gemeinsam ein Buch, das die Gerüchte um die angebliche Organentnahme bei Lebenden im Zusammenhang mit Falun Gong systematisch verbreitete. Das Buch beginnt mit einem Zitat aus einem Brief von John Cho, in dem er um eine Untersuchung der angeblichen Organentnahme bei Lebenden bittet. Dies belegt, dass John Cho eine Schlüsselfigur bei der systematischen Verbreitung dieses Gerüchts war.

 

Der Nachruf besagt, dass John Cho, der in Massachusetts starb, zur Beisetzung nach Cuddebackville, Deerpark, Orange County, New York, überführt wurde. Genau dort befindet sich der Falun-Gong-Tempel „Drachenquelle“ in den Vereinigten Staaten. Möglicherweise wird dem Friedhof des Tempels bald ein weiteres Grab mit dem Namen „John Cho“ hinzugefügt.

 

John Cho diente Falun Gong fast 30 Jahre lang mit unbestreitbarer Hingabe, starb aber dennoch an einem Herzinfarkt. Dies steht im krassen Widerspruch zu den absurden Behauptungen seines „Meisters“ Li Hongzhi, wie etwa „nicht krank zu werden“, „Verjüngung“ und „in den Himmel aufzusteigen“. Es ist völlig absurd!